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 :::   I N N E R E    H A R M O N I E   :::

Hier finden Sie Informationen über das 1. Buch zur Krisenpädagogik. Es erschien zuerst im Jahre 1990 beim Rowohlt Verlag in der Reihe "Medizin & Gesundheit", danach in weiteren Auflagen im Verlag Syllabus. Das Buch ist ins Englische und Japanische übersetzt.

    Bijan Adl-Amini
    Innere Harmonie
    Körper Geist und Seele im Gleichgewicht
    (bestellen 19,00 €)

        Inhaltsverzeichnis

        E I N F Ü H R U N G

        Erstes Kapitel: Körper
        Körperliches Gleichgewicht durch gesunde Ernährung

        Zur Einführung 
        Drei Fallgeschichtten
          1. Verstopfung
          2. Trockene Haut
          3. Kalte Füße

        Grundprinzipien gesunder Ernährung 
          1. Allgemeine Prinzipien lebender Systeme
          2. Besondere Prinzipien der Ernährung

        Ernährung und Biorhythmus 
          1. Aufbau und Abbau
          2. Der pulsierende Rhythmus des Lebens
          3. Die Wirkung von Nahrungsstoffen

        Wechselwirkung der Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente
          1. Aktivierende Wirkung
          2. Regenerierende Wirkung

        Tipps zum Kochen, Backen und Essen 
          1. Das Frühstück
          2. Das Abendessen
          3. Das Mittagessen
          4. Mein Brotrezept

        Zweites Kapitel: Seele
        Seelisches Gleichgewicht durch Meditation

        Zur Einführung 
        Was ist Meditation? 
          1. Bewußte Ruhe
          2. Pendel und Mitte
          3. Schaukeln und Lot

        Grundprinzipien der Meditation 
          1. Grundprinzip: Nicht-tun
          2. Grundprinzip: Loslassen

        Praxis der Meditation 
          1. Entspannung des Körpers: Mitte und Lot
          2. Entspannung der Seele: Gleichgewicht und Fluß
          3. Entspannung des Geistes: Nichts und Fülle

        Meditationserlebnisse und Störungen 
          1. Der Umgang mit Meditationserlebnissen
          2. Störungen

        Drittes Kapitel: Geist
        Geistiges Gleichgewicht durch Sinnsuche

        Zur Einführung 
        Leben und Sinn 
          1. Haben und Sein
          2. Leiden am sinnlosen Leben
          3. Was ist Sinn?

        Bewusstsein und Sinn 
          1. Die Entwicklung des Bewußtseins
          2. Der Sinn der Bewußtseinsentwicklung

        Grundprinzipien der Sinnsuche
          1. Grundprinzip: Sinnhaftigkeit
          2. Grundprinzip: Dimensionalität
          3. Grundprinzip: Polarität
          4. Grundprinzip: Einheit (Liebe)

        Anmerkungen
        LITERATUR

        Leseprobe aus Kapitel 1: Körper

        Drei Fallgeschichten 

Der Mensch ist, was er ißt. Diesen Satz begreife ich als eine geistige Einstellung zur Ernährung. Die Nächstenliebe fängt mit der Liebe zum eigenen Körper an; und nur wer sich selbst liebt und achtet, kann auch anderen Liebe und Achtung schenken.

1. Verstopfung
Ruth, 24 Jahre jung, leidet schon seit Jahren an Verstopfung.
Bei unserem Gespräch stellte sich heraus, daß sie unregelmäßig ißt: mal drei bis vier Mahlzeiten täglich, mal nur eine sehr dürftige. Auch die Einnahmezeiten sind unregelmäßig: mal frühstückt sie um 12 Uhr, mal ißt sie um diese Zeit zu Mittag. Hinzu kommt ihre Vorliebe für Schokolade. Meine Empfehlung, sie solle sich an regelmäßige Zeiten für die Einnahme ihrer täglichen Mahlzeiten gewöhnen, erntete bei ihr nur ein charmantes Lächeln: "Das ist ja das Problem. Ich bin eben so chaotisch." – „Aber wieso erwarten Sie von Ihrem Darm regelmäßige Pflichterfüllung, wenn Sie selber dazu nicht bereit oder fähig sind?" fragte ich. Sie versprach, darüber ernsthaft nachzudenken. "Wahrscheinlich wird die regelmäßige Einnahme von Mahlzeiten jedoch nicht genügen, um die Verdauung in Gang zu bringen", sagte ich.
Zur Information: Ruth konnte sich mit einigem Glück nur ein- bis höchstens zweimal wöchentlich ‘erleichtern’.
Etwa 20 Stunden vor diesem Ereignis wurde sie von einer merkwürdigen Blässe im Gesicht befallen, der Launenhaftigkeit, Völlegefühl und Bauchschmerzen folgten. Deshalb empfahl ich ihr die Kombination Kupfer (rote Bete) und Vitamin B2 (Joghurt, Mais aus Dosen). Drei Wochen später meldete sie sich bei bester Laune und erzählte, daß sie jeden zweiten Tag regelmäßig Stuhlgang habe, sofern sie ihre Mahlzeiten halbwegs regelmäßig einnehme. Aber selbst wenn sie ganz chaotisch esse, klappe es nicht schlecht.
Zur Erklärung: Kupfer (reichlich vorhanden in roter Bete) löst in Verbindung mit Vitamin B2 (vorhanden in: Mais, Joghurt, trockenen Pflanzen) im Mastdarm einen Entleerungsreiz aus. Dieser einfache Effekt läßt sich risikolos ausprobieren.


Leseprobe aus Kapitel 3: Geist

Leben und Sinn 
Nehmen Sie sich einige Minuten Zeit, und vervollständigen Sie diesen Satz, bevor Sie weiterlesen: "Der Sinn meines Lebens besteht darin, daß ..."
Wenn Ihnen das zu Ihrer vollen Zufriedenheit gelingt, brauchen Sie die Ausführungen in diesem Kapitel nicht zu lesen.
Sofern Sie jedoch mit Ihrem Ergebnis nicht zufrieden sind oder überhaupt nichts formulieren konnten, wird Ihnen die Lektüre nicht schaden.

1. Haben und Sein
Mit der Enttabuisierung der Sexualität und der damit einhergehenden toleranten Eistellung der Gesellschaft gegenüber dem Sexualleben sind auch die Sexualneurosen verschwunden, die Sigmund Freud noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts verbreitet vorfand und mit seiner Methode der psychoanalytischen Heilung erfolgreich behandelte. Im ausgehenden 20. Jahrhundert macht sich eine andere Neurose bemerkbar: das Gefühl der Leere, der Sinnlosigkeit und des existentiellen Vakuums.
Frankl zufolge handelt es sich hierbei im Gegensatz zu Psychosen oder Neurosen, die seelisch bedingte Erkrankungen darstellen, um eine Art geistige Neurose. Trotz materieller Versorgung und z. T. Überversorgung findet der Mensch unserer Zeit in seinem Leben immer weniger Sinn. Nur selten betrachten wir z. B. unseren Beruf als Erfüllung oder gar Berufung, meistens eher als notwendiges Übel, als Job. Selten kaufen wir ein Kleidungsstück oder ein Auto, weil wir es wirklich benötigen, als vielmehr weil sich die Mode geändert hat. Wir pflegen zu häufen, zu stapeln, zu sammeln, aber deshalb nicht glücklicher zu werden. Wie läßt sich dieser Tatbestand oder Widerspruch erklären?



  .:: © 2005 by Prof. Dr. Bijan Amini ::.